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Warum Remote-Retrospektiven so wichtig sind

Online genauso gut wie in Präsenz!

Homeoffice, für viele Projektteams und Abteilungen seit dem Frühjahr eine alltägliche Situation. Wir arbeiten im heimischen Arbeitszimmer, sprechen uns per Telefonkonferenz, Zoom oder Teams mit den Kollegen und Kolleginnen ab und versuchen uns auf gemeinsamen Laufwerken oder virtuellen Whiteboards zu strukturieren.

Agiles Arbeiten beinhaltet viele unterschiedliche Artefakte, die des Miteinanders bedürfen. Daily, Review oder Planning funktionieren als Video- oder Telefonkonferenz recht gut, auch die Nutzung eines Kanban-Board kann entspannt online umgesetzt werden.

Im Gegensatz hierzu ist der Gedanke eine Retrospektive remote durchzuführen vielen Teams nach wie vor suspekt. Auf den ersten Blick ist dies ein naheliegender Gedanke, handelt es sich bei der Retrospektive doch um ein Format, das von Nähe, Vertrauen, aktiver Interaktion und Gruppenarbeit lebt.

Mit anderen Worten, Teams glauben, dass der Austausch von reinen Fakten online gut möglich ist, ein gemeinsames Lernen und die Entwicklung des Teams jedoch nicht.

In Gesprächen hören wir immer wieder Stimmen die sagen: „Retrospektiven machen wir lieber erst wieder, wenn wir uns im echten Leben treffen können!“

Neben fehlender Erfahrung mit Online-Retrospektiven tritt hier auch ein wenig die Verherrlichung von Präsenztreffen hervor. Das ist schade, da mit dieser Einstellung Chancen verloren gehen. Chancen die laufenden Projekte erfolgreich weiterzuführen, Chancen auf aktuell sich ändernde Situationen adäquat und schnell zu reagieren.

Daher das Plädoyer: Ja zur virtuellen Retrospektive!

Teams brauchen gerade in dieser Zeit den geschützten Lernraum um sich gut und umfassen miteinander zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Schwierigkeiten in der täglichen Zusammenarbeit, seien sie persönlicher Natur oder auch der Remotearbeit geschuldet, brauchen einen Raum in welchem sie thematisiert werden zu können und es braucht die gesamte Teampower um gute Lösungsideen zu entwickeln.

Hier noch einige Tipps für die Umsetzung.

 

  • Nutzen Sie eine Videokonferenz-Lösung. Die Gesichter zu sehen ist für alle, Moderator/in und Teilnehmende angenehm. Als Moderator/in dürfen Sie gerne penetrant darauf hinweisen, dass die Kamera auch eingeschaltet wird.
  • Stellen Sie ein digitales Whiteboard als Arbeitsplattform zur Verfügung. Hier können digitale Post-Its geschrieben, angeklebt und besprochen werden – fast wie im richtigen Leben
  • arbeiten Sie mit Breakout-Sessions, also mit dem Aufteilen der Gesamtgruppe in Kleingruppen. Auch das ist mit vielen Konferenzlösungen möglich.
  • Planen Sie ausreichend Zeit für persönliche Gespräche, Rumalbern und Smalltalk ein. Teilnehmer brauchen Zeit um sich auf das neue Format einzulassen
  • Pausen sind ein absolutes Muss – gut einbauen lassen sich auch kleine Bewegungsspiele

 

Sich auf Online-Retrospektiven einzulassen braucht am Anfang etwas Überwindung und einen geübten Moderator. Ist diese Hürde überwunden, laufen Online-Retrospektiven sehr entspannt und bringen mindestens genauso gute Ergebnisse für die Teams wie eine Retrospektive in Präsenz.

Mit Online-Retrospektiven haben Sie die Chance, alle Vorteile einer Retrospektive auch in Zeiten des Homeoffice weiter zu nutzen. Tun Sie Ihren Teams etwas Gutes!

Wenn Sie bis jetzt noch nicht überzeugt sind, ein kleiner Vorschlag: Schreiben Sie uns Ihre Meinung oder Erfahrungen zu Online Retrospektiven in die Kommentare oder per Mail. Unter allen Einsendern verlosen wir drei virtuelle Retrospektiven für Ihre Abteilung oder Ihr Projektteam. Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

*Dieses Angebot richtet sich nur an Unternehmen oder Einrichtungen und nicht an Privatpersonen.

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